open source activity tracker
English | Deutsch

Erfahre mehr über den Hintergrund unseres Projekts und unser Vorhaben einen offenen Aktivitätstracker zu entwickeln.

Ausgangslage

Alle Aktivitätsarmbänder auf dem Markt erfassen ständig die Bewegungen des Nutzers und übertragen die erfassten Werte direkt in die Cloud. Und hier liegt das Problem!

Es gibt zurzeit kein Aktivitätsarmband, dass die minutiös aufgezeichneten Bewegungsdaten nicht auf einem Server in den USA speichert. Denn über die Bewegungs- und Schlafdaten lassen sich ganze Tagesabläufe rekonstruieren und Krankheiten aufzeigen. Was mit den Daten auf den Servern passiert, erfährt der Nutzer meist nicht. Ein direkter Zugriff auf die Daten für die weitere Verarbeitung ist nicht möglich.

Vor einiger Zeit galt das Argument, dass Smartphones nicht in der Lage wären komplexe Bewegungsdaten zu analysieren und sie diese daher in die Cloud auslagern mussten. Aktuelle Smartphones dagegen verfügen über leistungsfähige Prozessoren. Die Speicherung in der Cloud dient daher in erster Linie der bequemen, jedoch unsicheren Synchronisation zwischen mobilen Geräten. Und natürlich der Bindung des Kunden und der Weitervermarktung seiner Bewegungsdaten.

Unser Projekt

Wer wir sind

Unser Forschungsteam um Prof. Michael Zöllner, aus dem Studiengang Mediendesign am Campus Münchberg der Hochschule Hof, besteht aus zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern aus den Fachgebieten Interaction Design und Information Design, die mit einigen Studenten zusammenarbeiten, um die Hardware zu realisieren und eine entsprechende App zu entwickeln.

Wie wir arbeiten

Mit Processing und Arduino haben wir als Gestalter die Möglichkeit experimentell und angewandt interaktive Projekte zu erstellen und sammeln so viel Erfahrung in diesen Bereichen. Wir setzen außerdem auf Open Source und Webtechnologien (HTML5, Javascript).

Was ist unser Ziel

Wir entwickeln ein Modul (genauer gesagt: einen Aktivitätstracker), welches die Privatsphäre ernst nimmt und dem Nutzer die Kontrolle über die eigenen sensiblen Daten zurückgibt. Neben diesem Aspekt ist das Projekt auf Open Hardware (Arduino) und Open Software ausgelegt, was anderen kreativen Köpfen ermöglicht am Entstehungsprozess mitzuwirken und darüber hinaus wiederum unser Projekt als Grundlage für eigene Vorhaben zu nutzen oder dieses zu modifizieren.

Unsere App für das Modul bietet Lösungen um die generierten Bewegungsdaten zu analysieren, mit anderen Daten zu korrelieren und lesbar zu visualisieren. Auch hier spielt der Datenschutz und die Entscheidungsfreiheit des Nutzers eine wichtige Rolle: Bewegungsdaten werden direkt auf das Smartphone übertragen und dort lokal gespeichert. Die Analyse und Darstellung findet ausschließlich auf dem Gerät selbst statt.

Wir möchten mit unserem Projekt eine Platform für Bewegungsanalyse schaffen und die digitale Community inspirieren selbst neue Ideen umzusetzen, sei es software- oder hardwareseitig.